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Bodrum
Die Stadt liegt an der Westküste am Ägäischen Meer. Früher hieß das beliebte Seebad Bodrum Budrum, doch dank der Namensgleichheit sind weniger Verwechslungen geschehen.
Bodrum steht auch für die bedeutende antike Stadt Halikarnassos und liegt exakter an der Südwestküste Kleinasiens direkt gegenüber der griechischen Insel Kos. Die terassenförmig ansteigende Bucht Bodrums an die sich die malerischen Häuser schmiegen wurde schon zu antiken Zeiten von dem römischen Architekten Vitruv („de architectura; II, 8“) mit der Form eines Amphitheaters verglichen. Bodrum bietet, eingebettet in die Landschaft Karien einen mehr als nur malerischen Anblick. Bodrum, wörtlich übersetzt mit Keller oder Kasematten, was vermutlich abgeleitet wurde vom Johanniter Kastell St. Peter Petronium) und bezieht sich auf die westlich angrenzenden Arkaden.
Bodrum ist jedoch eines der wichtigsten Urlaubszentren der türkischen Ägäisküste. Verantwortlich dafür ist das milde Klima und die malerische Lage. Wunderschöne Badebuchten und nahezu geniale Tauchreviere in der näheren Umgebung machen das Angebot für die Touristen so attraktiv. Hinzu kommt der geschützte Hafenbereich, an dem sowohl Linienschiffe als auch Kreuzfahrtschiffe und Jachten anlegen können. Inmitten der Stadt findet sich ein typischer und lebendiger Basar, der Lebensader des modernen Bodrum.
Halikarnassos wurde im Jahre 1200 vor Christus von dorischen Griechen aus Troizèn gegründet. Sie kamen aus dem Reich im Osten der Argolis, der Sagen um Theseus und seinem Sohn Hippolytos. Da der Hafen schon damals sehr gut war, und die Umgebung fruchtbar, entwickelte sich die Stadt schon recht früh zu einem wichtigen wirtschaftlichen Faktor. Einige Herrscherwechsel und Kriege folgten, bis im Jahre 413 die Stadt wieder den Persern gehörte. Wieder erlebte die Stadt unruhige jahrhunderte, bis sie im Jahre 1523 unter die Herrschaft der Osmanen fiel, denen das Kastell kampflos in die Hände fiel.
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